GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 25 Apr 2019 15:42:32 +0200 Thu, 25 Apr 2019 15:42:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-225 Mon, 19 Nov 2018 13:27:00 +0100 GEW an der Philipps-Universität Marburg https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/225-gew-an-der-philipps-universitaet-marburg/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0b6c4a1762a6af9425d5ad2dfc45e47f Wintersemester kann losgehen! Mit Vorfreude blicken die aktiven GEW-Studis auf das neue Wintersemester an der Philipps-Universität! Wieder wird es verschiedene Vorträge, Veranstaltungen und Infotische geben. 

Zeit & Ort: 26. November 2018, 18 Uhr, HSG +01/0120 

In einer Podiumsdebatte zu den Arbeitsbedingungen studentischer Hilfskräfte befassen wir uns mit der Frage "Wer ist hier Sachmittel?". Dabei wird die aktuelle Arbeitssituation von Hilfskräften ebenso diskutiert wie mögliche zukünftige Entwicklungen. Wir freuen uns, dass wir für die Diskussion die Berliner Aktivistin Katja Engels gewinnen konnten. Am Podium nehmen darüber hinaus Dr. Friedhelm Nonne (Präsidium Uni Marburg), Nadine Schmidt und Jennifer Shah (Hilfskraft-Initiative Marburg) teil. 

Bei Anmerkungen, Tipps, Einwänden oder Nachfragen freuen wir uns auf eure Mail.

 studierende-mr@gew-hessen.de

 

 

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news-226 Mon, 25 Jun 2018 00:00:00 +0200 Mitgliederversammlung des Regionalverbandes https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/226-mitgliederversammlung-des-regionalverbandes/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c967f78a1168253ba14906bd09e6d6c2 Bericht vom 19. Juni 2018 Am 19. Juni 2018 waren die GEW-Mitglieder aus den mittelhessischen Hochschulen zur jährlich stattfindenden Mitgliederversammlung des Regionalverbandes Hochschule und Forschung Mittelhessen eingeladen. Diese fand in der Alten Universitätsbibliothek der Universität Gießen statt.

Zunächst gab es eine kurze Vorstellungsrunde der anwesenden Mitglieder, bei der die Möglichkeit bestand, aktuelle Themen einzubringen. Daraufhin berichtete der Vorstand von seinen Tätigkeiten im vergangen Jahr, insbesondere von den Aktivitäten, die durch die eingestellten Hilfskräfte in Marburg und Gießen möglich gemacht wurden. Zudem wurden die im Jahr 2017 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder für ihre zum Teil langjährige, aktive und engagierte Mitarbeit geehrt. Anschließend gab  Helena Müller, die bei der GEW Hessen als Referentin für den Bereich Jugendbildung, Hochschule und Forschung  ist, in einem Vortrag einen Überblick über die hochschulpolitisch relevanten Positionierungen in den hessischen Landtagswahlprogrammen.

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Aktuell
news-224 Mon, 16 Apr 2018 09:13:28 +0200 IFO-Tagung an Universität Gießen | Posterpreis https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/224-ifo-tagung-an-universitaet-giessen-posterpreis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa98b8cb28cdb3371f5de787c8a78a83 Kritik an Umsetzung der Inklusion in Hessen Preis für wissenschaftlichen Nachwuchs Ende Februar 2018 hat an der Justus-Liebig-Universität die 32. Internationale Jahrestagung der Inklusionsforscher_innen stattgefunden. Vom 21. bis zum 24. Februar beteiligten sich mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland sowie anderen Ländern an zahlreichen Vorträgen, Workshops und Diskussionen. In diesem Rahmen wurde auch die Umsetzung der schulischen Inklusion in Hessen diskutiert, was zum Anlass für eine Resolution mit dem Titel „Die Hessische Landesregierung fährt Inklusion an die Wand“ genommen wurde.

Die Resolution konstatiert, dass „inklusive Bildung als menschenrechtsbasierter Anspruch im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“ in Hessen aus mehreren Gründen konterkariert wird. So mangele es an einer klaren Konzeption und Steuerung. Es fehle zudem ein stringentes Konzept für die entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte. Auch dass Förderschullehrkräfte in Hessen nicht fest an der Regelschule verortet sind, führe zu „Reibungsverlusten in zeitlicher, inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht“. Die Resolution wird von mehreren Verbänden unterstützt: Gemeinsam leben Hessen e.V., Grundschulverband Landesgruppe Hessen, Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen gemeinsamen Lernens e.V., Politik gegen Aussonderung. Koalition für Integration und Inklusion e.V. sowie der GEW Hessen. Die GEW sieht sich durch diese Resolution in ihrer Kritik an der Umsetzung der Inklusion durch die hessische Landesregierung bestätigt.

Ein Bestandteil der Tagung war auch eine Postersession, in deren Rahmen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre wissenschaftliche Arbeit vorstellen konnten. Der von Melanie Knaup (Justus-Liebig-Universität Gießen) eingereichte Beitrag gewann den vom GEW Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen gestifteten Posterpreis, der während der Abschlussveranstaltung verliehen wurde. Sie stellte mit ihrem Poster das Projekt „FIN3 – Fit in Inklusion“ vor, durch welches in drei Schritten den Lehramtsstudierenden konzeptionelle Grundlagen der schulischen Inklusion vermittelt werden sollen. Dabei werden auch fachspezifische Aneignungsprozesse mit inklusivem Unterricht in den Blick genommen. Der GEW Regionalverband gratuliert Melanie Knaup zu dem gewonnenen Preis und möchte mit der Stiftung des Preises die Arbeit aller wissenschaftlichen Beschäftigten des Mittelbaus symbolisch würdigen.

Beitrag (3 MB) von Melanie Knaup, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

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news-223 Tue, 20 Mar 2018 11:48:26 +0100 Vergütung von Hilfskräften https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/223-verguetung-von-hilfskraeften/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ee3960cc3fe4343c434bcf377a2b6fa an mittelhessischen Hochschulen

Zwei der größten Niedriglohnarbeitgeber in Mittelhessen finden sich nicht etwa in der wegen prekärer Arbeitsverhältnisse berüchtigten Gastronomie, auch nicht im ebenfalls für Niedriglöhne bekannten Einzelhandel. Nein, es geht um die Universitäten in Gießen und Marburg, die beide jeweils weit über 1.000 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigen. Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte sind in Hessen ­– wie auch in den anderen Bundesländern mit der Ausnahme von Berlin – ausdrücklich aus dem Tarifvertrag ausgenommen. Mehrere Versuche der Gewerkschaften dies zu ändern, wurden bislang seitens der Bundesländer und der Hochschulen abgeblockt. Daher werden die Stundensätze der Hilfskräfte nicht im Einklang mit der allgemeinen Tarifentwicklung erhöht, allenfalls dann und wann und meist nur unter vermehrten Druck von Studierendenvertretung, Gewerkschaften und studentischen Beschäftigten sehen sich die Hochschulen mal zu einer Anpassung veranlasst.

Zuletzt haben die mittelhessischen Hochschulen ihre Hilfskraftvergütungen nach mehreren Nullrunden wieder angehoben: Die Justus-Liebig-Universität Gießen zahlt seit dem Wintersemester 2017/2018 studentischen Hilfskräften einen Stundensatz von 9,45 Euro. Für studentische Hilfskräfte mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss, insbesondere dem Bachelor, liegt der Stundensatz bei 11,03 Euro. Wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss, etwa einem Master oder einem Staatsexamen, erhalten 14,70 Euro.

An der Philipps-Universität Marburg sind die Sätze zum Jahresbeginn 2018 erhöht worden und liegen mit 10,00 Euro, 11,50 Euro und 15,30 Euro etwas höher als an der Justus-Liebig-Universität. Neu eingeführt wurde an der Justus-Liebig Universität die Kategorie „fortgeschrittene studentische Hilfskräfte in nicht-gestuften Staatsexamensstudiengängen“, für die 10,50 Euro vorgesehen sind. Für diese Gruppe ist es an der Philipps-Universität Marburg nach dem dort gültigen „Leitfaden für das Beschäftigungsverhältnis als wissenschaftliche oder studentische Hilfskraft“[1] möglich, den für fortgeschrittene Studierende mit erstem Abschluss vorgesehenen erhöhten Stundensatz zu beziehen.

An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) erhalten studentische Hilfskräfte ebenfalls 10,00 Euro. Wissenschaftliche Hilfskräfte werden hier sogar nach Tarif vergütet. Studentische und auch wissenschaftliche Hilfskräfte gibt es an der THM allerdings in deutlich geringerer Zahl als an den beiden Universitäten.

Vergütung von Hilfskräften an den mittelhessischen Hochschulen in Euro

 

Justus-Liebig-Universität Gießen

Philipps-Universität Marburg

Technische Hochschule Mittelhessen

studentische Hilfskräfte

9,45

10,00

10,00

fortgeschrittene studentische Hilfskräfte in nicht-gestuften Staatsexamensstudiengängen

10,50

-

-

studentische Hilfskräfte mit erstem Abschluss

11,03

11,50

-

wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss

14,70

15,30

nach Tarifvertrag-Hessen

 

Aber handelt es sich bei dieser Vergütung wirklich um einen Niedriglohn? Zumal der Gesetzliche Mindestlohn seit dem Jahr 2017 bei 8,84 Euro liegt und damit von allen drei Hochschulen eindeutig eingehalten wird. Die international übliche Definition von Niedriglöhnen legt die Schwelle bei zwei Dritteln des Median-Lohns an – also des Lohns, bei dem die eine Hälfte aller Lohnempfängerinnen und -empfänger mehr verdient, die andere Hälfte weniger. Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) beschäftigt sich regelmäßig unter Auswertung der Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) mit Niedriglohnarbeit in Deutschland. Die aktuelle Auswertung, welche der jüngste verfügbare Datensatz aus dem Jahr 2015 zu Grunde liegt, ermittelt für dieses Jahr eine Niedriglohnschwelle auf Stundenbasis von 10,22 Euro.[2] Die Lohnentwicklung ist seit diesem Zeitpunkt nicht stehen geblieben, statistisch belastbare Daten liegen aber immer erst im Nachhinein vor. Seit 2013 ist die Niedriglohnschwelle im Jahresdurchschnitt um 32 Cent angestiegen. Daher kann man schätzen, dass sie 2018 ungefähr um 90 Cent höher als 2015 liegen dürfte. Dann läge die Niedriglohnschwelle 2018 bei ca. 11,10 Euro.

Damit bewegt sich die Vergütung der studentischen Hilfskräfte an allen drei mittelhessischen Hochschulen im Niedriglohnbereich. Auch hinsichtlich der Vergütung von fortgeschrittenen studentischen Hilfskräften an der Justus-Liebig-Universität, sowohl bei solchen in nicht-gestuften Studiengängen als auch bei Hilfskräften mit erstem Abschluss, wird nicht mehr als ein Niedriglohn gezahlt. Die Vergütungssätze für wissenschaftliche Hilfskräfte liegen zwar oberhalb der Niedriglohnschwelle, hier ist allerdings der Skandal, dass diese – mit der Ausnahme der THM – deutlich schlechter vergütet werden als die nach Tarifvertrag bezahlten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zumeist ebenso qualifiziert sind und auch vergleichbare Tätigkeiten ausüben.

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Aktuell
news-222 Tue, 21 Nov 2017 10:42:46 +0100 Sea-Watch auf dem Mittelmeer https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/222-sea-watch-auf-dem-mittelmeer/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad063d603790fa3d4fa23daa005aa89e Sandra Hammamy berichtet über die Arbeit Am 15. November 2017 hat der GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen gemeinsam mit dem Kreisverband Gießen eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Seenotrettung im Mittelmeer: Eine Gießener Aktivistin berichtet“ angeboten. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Sandra Hammamy, Studienkoordinatorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, engagiert sich im Verein Sea-Watch für die Rettung von flüchtenden Menschen aus Seenot. Die GEW überreichte im Anschluss an die Veranstaltung eine Spende an Sea-Watch in Höhe von 300 Euro.

Sea-Watch finanziert sich ausschließlich aus Spenden https://sea-watch.org 

Im Vorfeld der Veranstaltung sprachen Janina Grunwald und Carmen Ludwig vom GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen mit Sandra Hammamy. Das Interview ist in der HLZ , der Mitgliederzeitschrift der GEW Hessen, erschienen (Heft 11/2017, S. 29).

Du bist Rettungsschwimmerin und seit 2015 ehrenamtlich bei Sea-Watch aktiv. Warum machst du das?

Ich bin Europäerin und möchte in einem Europa leben, in dem Menschen, die vor Krieg, Folter und Terror fliehen, Zuflucht finden und nicht an den Außengrenzen Europas ertrinken müssen, um ihr Recht auf Asyl in Anspruch zu nehmen.

Gerade kommst du aus Malta zurück. Wo wart ihr im Einsatz und wie ist die Situation vor Ort?

Malta ist unser Heimathafen. Dort liegen unsere Schiffe, von dort startet unser Flugzeug. Wir fahren von Malta für jeweils zwei Wochen in das Suchgebiet, 12 bis 24 Seemeilen vor der libyschen Küste, wo wir auf die Schlauchboote treffen, die teilweise tagelang auf dem Meer treiben.

Ihr rettet Leben, wo Staaten und Politik versagen. Nun wird von politischer Seite zunehmend versucht, eure Arbeit auf dem Mittelmeer zu erschweren oder zu kriminalisieren. Alle Hilfsorganisationen sollen einen Kodex unterschreiben ...

Wir haben den Kodex bislang nicht unterschrieben, weil er in vielen Punkten gegen internationales Recht verstößt. Er würde uns verpflichten, bewaffnete Polizisten an Bord zu nehmen, was mit den Grundsätzen unserer humanitären Arbeit nicht zu vereinbaren ist. Gerettete dürften auch nicht mehr von kleineren an größere Schiffe übergeben werden, die nach Italien fahren.

Ein weiteres Problem ist die einseitige Ausweitung der libyschen Hoheitsgewässer Mehrere Hilfsorganisationen mussten ihre Arbeit einschränken. Wie geht ihr damit um?

Die libysche Küstenwache hat ihre Hoheitsgewässer willkürlich und gegen internationales Seerecht von zwölf auf 75 Meilen erweitert und droht, alle Schiffe von Nichtregierungsorganisationen anzugreifen und nach Libyen zu entführen. Dazu setzt die von der EU ausgestattete, finanzierte und ausgebildete libysche Küstenwache auch Schusswaffen ein. Wir wurden mehrmals geentert und beschossen, zuletzt vor vier Tagen. Wir beobachten die Lage sehr genau und wä- gen nach jedem Einsatz ab, wie lange wir noch verantworten können, rauszufahren.

Wie wirkt sich der EU-Türkei-Deal auf eure Arbeit und die Situation der Geflüchteten aus?

Der Türkei-Deal betrifft die Ägäis-Route und damit vor allem Menschen aus Syrien, die über die Türkei auf die griechischen Inseln fliehen. Wir waren von Oktober 2015 bis April 2016 auf Lesbos im Einsatz. Zuerst kamen bis zu 80 Boote täglich dort an. Seit dem Deal schaffen es nur noch vereinzelte Boote, an der türkischen Küstenwache vorbeizukommen. Die Pushbacks, mit denen die türkische Küstenwache Boote aus griechischen Gewässern gewaltsam in die Türkei zurückbringt, sind illegal, werden aber immer wieder dokumentiert.

Im Jahr 2016 gab es mehr als 4.600 Tote und Vermisste auf dem Mittelmeer. Was wäre notwendig, damit das Sterben aufhört?

Das häufig beklagte Schlepperbusiness und das Sterben auf dem Meer könnten sofort beendet werden, wenn es sichere Fluchtwege gäbe.

Wir wollen mit dir zusammen mehrere Veranstaltungen durchführen, um über die Lage der Geflüchteten und die Bedeutung der zivilen Seenotrettung zu berichten. Du arbeitest an der Universität Gießen und unterrichtest Lehramtsstudierende. Warum ist das ein wichtiges Thema für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler?

Lehrkräften kommt eine besondere Aufgabe zu, Jugendliche zu mündigen und toleranten Demokratinnen und Demokraten zu erziehen, die auf der Grundlage von Faktenwissen ihre eigene Meinung vertreten, anstatt populistischen Parolen zu folgen.

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Aktuell
news-218 Fri, 08 Apr 2016 11:46:00 +0200 GEW im Senat? https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/218-gew-im-senat/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9c32ffd18296dd7a02818e363b9ea7a8 Was machen die GEW-Vertreter*innen

Der Senat ist das zentrale Gremium der akademischen Selbstverwaltung und ihm gehören Vertreter*innen aller Statusgruppen – wenn auch in unterschiedlicher Zahl – an. Stimmberechtigt im Senat sind neun Vertreter*innen der Professorinnen und Professoren, drei Studierende, drei wissenschaftliche Mitglieder und zwei administrativ-technische Mitglieder. Daneben gehören dem Senat noch verschiedene beratende Mitglieder, wie das Präsidium, die Frauenbeauftragte oder die Vertreter*innen des AStA, an. Die wichtigsten Zuständigkeiten sind im Hessischen Hochschulgesetz geregelt. Dazu gehören die Wahl der Präsidiumsmitglieder sowie die Beschlussfassung über die Grundordnung und andere Satzungen, die Forschung, Lehre und Studium betreffen. Der Senat nimmt Stellung zum Budgetplan, zur internen Gliederung und entscheidet über die Schwerpunkte der Hochschule in Forschung und Lehre mit. Bei vielen dieser Aufgaben hat der Senat gemäß des Hessischen Hochschulgesetzes nur das Recht zur Stellungnahme oder zur Mitwirkung – wichtig ist daher auch, wie an der jeweiligen Hochschule die genaue Mitwirkung des Senats ausgestaltet und gelebt wird. An der Philipps-Universität ist die Arbeit des Senats durch die Grundordnung näher geregelt. Diese sieht z.B. die Einrichtung eines Ältestenrates vor, der es den unterschiedlichen Statusgruppen ermöglicht, leichter Themen auf die Agenda des Senats zu setzen.

Der Senat ist für alle Statusgruppen ein zentrales Gremium, da hier die Mitwirkung an den zentralen organisatorischen, strukturellen und strategischen Entwicklungen der Hochschule ermöglicht wird. Für die wissenschaftlichen Mitglieder im Senat tritt die gemeinsame gewerkschaftliche Liste von GEW und ver.di zu den Senatswahlen an und nimmt regelmäßig mehrere Sitze in Senat & Kommissionen wahr. In der Senatsliste engagieren sich befristet und unbefristet Beschäftigte, bei regelmäßigen Listentreffen werden die aktuellen Themen der Senatsarbeit diskutiert und vorbereitet. Informationen zur Arbeit der Senatsliste sind zu finden unter 

www.uni-marburg.de/personal-listen/gew-verdi  

Trotz der Einschränkung in den Befugnissen des Senats und der Mehrheitsverhältnisse können wichtige Anstöße gegeben werden und Verbesserungen für die Situation von Studierenden und Beschäftigten erzielt werden. Wichtige Beispiele aus der Arbeit der letzten Jahre sind der Leitfaden für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, der Ende 2014 im Senat verabschiedet wurde oder die Befristungsleitlinie von 2016, die trotz einiger kritischer Punkte echte Verbesserungen für die Beschäftigten der Philipps-Universität bedeutet. Gerade das erste Beispiel verdeutlicht aber auch, dass die Gremienarbeit im Senat allein selten ausreicht, um positive Veränderungen in der Hochschule zu bewirken. Der Leitfaden wurde erst durch die lange und intensive Arbeit sowie den öffentlichen Druck der Marburger Hilfskraftinitiative ermöglicht. Gewerkschaftliche Interessenvertretung an der Hochschule ist dementsprechend deutlich mehr als reine Gremienarbeit und funktioniert am besten in solidarischer Zusammenarbeit der unterschiedlichen Statusgruppen.

Neben den bekannten Arbeitsfeldern, die auch in einer breiteren universitären Öffentlichkeit diskutiert werden, findet ein großer Teil der Arbeit des Senats und seiner verschiedenen Kommissionen und Ausschüsse eher im Verborgenen statt. Aber gerade hier investieren die Vertreter*innen der Statusgruppen einen erheblichen und auch sehr wichtigen Teil ihrer Arbeit. So werden beispielsweise alle Änderungen an Studien- und Prüfungsordnungen und den vielen anderen Satzungen und Ordnungen in diesen Gremien behandelt. Dabei steckt der Teufel sprichwörtlich im Detail und durch kluge Änderungsanträge konnten hier schon so einige Verbesserungen für das Studium, die Förderung von Wissenschaftler*innen in Qualifizierung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten erzielt werden.

Die Senatsliste in Marburg trifft sich jeden Dienstag vor der Senatssitzung an unterschiedlichen Orten. Interessierte und Sympathisanten sind uns stets sehr willkommen! Ort und Zeit könnt ihr nachfragen bei

 stefan.schulte@uni-marburg.de

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