GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Thu, 17 Oct 2019 07:23:56 +0200 Thu, 17 Oct 2019 07:23:56 +0200 TYPO3 EXT:news news-231 Thu, 29 Aug 2019 11:28:16 +0200 Unbegrenzte Solidarität? https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/231-unbegrenzte-solidaritaet/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a51f759f1e815ef61adf054f60480f1 Erfahrungen aus der internationalen Gewerkschaftsarbeit Montag, 28.10.2019, 18.30 bis 20.30 Uhr, Uni Gießen Vortrag mit Diskussion

Bisher konnten Kampagnenstrategien im Rahmen von Transnational Advocacy Netzwerken nur wenig zur Stärkung von lokalen Gewerkschaften in Produktionsländern der Bekleidungsindustrie beigetragen haben. Denn - so zeigt sich - eine nachhaltige Verbesserung von Arbeitsbedingungen kann nur auf Basis einer dauerhaften Machtverschiebung von Arbeit und Kapital möglich ist. Dies geschieht nur, wenn Gewerkschaften in den Fabriken vor Ort organisatorische Macht durch eine starke und handlungsfähigen Mitgliederbasis und Führung aufbauen. Das TIE-ExChains-Netzwerk ist ein alternativer Ansatz für transnationale Gewerkschaftsarbeit entlang der Wertschöpfungskette und auf Basis von Selbst-Organisation. Diese Möglichkeiten sollen näher beleuchtet werden im Vortrag. Das TIE-ExChains-Netzwerk, verbindet BetriebsrätInnen aus dem Bekleidungseinzelhandel in Deutschland und ihre Gewerkschaft ver.di mit GewerkschafterInnen aus der Bekleidungsindustrie in Bangladesch, Indien, Sri Lanka und der Türkei.

Referent_innen: Tatiana López arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeographie an der Universität zu Köln und ist seit 2016 bei im TIE-ExChains-Netzwerk und im TIE-Orangensaftnetzwerk aktiv. Michael Fütterer ist seit 2012 deutscher Koordinator des TIE-ExChains-Netzwerks und promoviert an der Universität Salzburg zu gewerkschaftlichen Handlungsstrategien in der süd-asiatischen Bekleidungsindustrie.

Moderation: Dr. Carmen Ludwig, JLU Gießen

Ort: Raum 001 | Universität Gießen (GCSC, Alter Steinbacher Weg 38)

Die Veranstaltung wird in Kooperation von lea, dem Bildungswerk der GEW Hessen, dem GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen und dem AStA der Justus-Liebig-Universität Gießen durchgeführt.

Sie ist entgeltfrei, um Anmeldung per E-Mail anmeldung@lea-bildung.de wird gebeten.

Flyer

Foto: Meghan Schiereck

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Aktuell
news-226 Wed, 19 Jun 2019 13:40:00 +0200 Mitgliederversammlung 2019 des Regionalverbandes https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/226-mitgliederversammlung-2019-des-regionalverbandes/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c967f78a1168253ba14906bd09e6d6c2 Mit Vortrag und Diskussion zu Voraussetzungen für gute Lehre Die nächste jährlich stattfindende Mitgliederversammlung des GEW Regionalverbands Hochschule und Forschung ist für Dienstag, den 25. Juni 2019, von 18 Uhr bis etwa 20 Uhr in der PhilFak in Marburg geplant. Nach einer Begrüßung steigen wir mit einem öffentlichen Kurzvortrag und anschließender Diskussion ein. Tobias Cepok, Referent für Jugendbilgung, Hochschule und Forschung der GEW Hessen, spricht mit uns über

"Gute Arbeitsbedingungen als Voraussetzung für gute Lehre!
Zur Befristungsproblematik an den mittelhessischen Hochschulen."

Anschließend gehen wir zum mitgliederöffentlichen Teil über, bei dem der Vorstand von seiner Arbeit berichtet und sich in diesem Jahr auch wieder neu wählen lässt. Alle interessierten und engagierten GEW-Mitglieder haben die Möglichkeit sich zur Wahl zu stellen und in den kommenden Jahren die Arbeit der GEW in den Hochschulen vor Ort aktiv mitzugestalten.

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Aktuell
news-230 Sun, 16 Jun 2019 15:08:00 +0200 11. Marburger Bildungsfest am 28. und 29. Juni 2019 https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/230-11-marburger-bildungsfest-am-28-und-29-juni-2019/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=02cba16a74aeb8808b0f425efec0c816 unterstützt durch den GEW RV Hochschule und Forschung Mittelhessen Unter dem Motto "Wir stell'n die Welt auf den Kopf!" laden die Organisator*innen zum 11. Marburger Bildungfest ein.

"In unserer kleinen Zeltstadt an der Lahn wollen wir mit Euch über eine bessere Zukunft nachdenken. Das vielfältige Programm bietet Raum für einen gemeinsamen Austausch über kulturelle, ökologische, sozialkritische und emanzipatorische Themen und vieles mehr. Eine Vielzahl an Einzelmenschen sowie lokalen und überregionalen Gruppen beteiligen sich dabei an der Gestaltung."

Unterstützt wird das Marburger Bildungsfest auch in diesem Jahr wieder durch den Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen.

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Aktuell
news-229 Thu, 02 May 2019 15:02:00 +0200 Tagungsbericht "Arbeitskonflikte und Gender – aktuelle und historische Perspektiven" https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/229-tagungsbericht-arbeitskonflikte-und-gender-aktuelle-und-historische-perspektiven/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=75a7971b28c375d73fa09204fec0f00e GEW RV Hochschule und Forschung Mittelhessen unterstützte die interdisziplinäre Tagung Erwerbsarbeit ist aktuell wie historisch von Macht- und Herrschaftsverhältnissen geprägt und daher häufig konflikthaft. Als wichtige Faktoren gesellschaftlichen Wandels wurden und werden Arbeitskonflikte vergleichsweise intensiv erforscht. Allerdings ist die bisherige Forschung häufig geschlechtsblind. Ihr Fokus lag oft auf dem Widerspruch zwischen Kapital- und Lohnarbeitsinteressen; intersektionalen Verknüpfungen verschiedener Dimensionen sozialer Ungleichheit wurde und wird eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Tagung Arbeitskonflikte und Gender – aktuelle und historische Perspektive nahm diese Forschungslücke zum Ausgangspunkt mit dem Ziel einer dezidiert gendersensiblen Analyse von Auseinandersetzungen in und um Erwerbsarbeit. Berücksichtigt wurden sowohl kollektiv organisierte und vergleichsweise ‚zugespitzte‘ Konfliktformen (z.B. Streiks, Betriebsbesetzungen o.ä.) als auch stärker fragmentierte, dezentrale und z.T. individualisierte Kämpfe.

Sie fand als Fortsetzung der Tagung Geschlechterperspektiven auf Gewerkschaften, die am 28. und 29. September 2015 in Erlangen stattgefunden hatte und mit dem Gleichstellungspreis der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ausgezeichnet worden ist, am 21. und 22. März 2019 in Nürnberg statt. Ein vergrößertes Organisationsteam, bestehend aus Ingrid Artus, Judith Holland, Nadja Morgenstern (Institut für Soziologie, FAU), Nadja Bennewitz (Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, FAU), Annette Keilhauer (Institut für Romanistik, Interdisziplinäres Zentrum für Gender-Differenz-Diversität (IZGDD), FAU), Annette Henninger (Institut für Politikwissenschaft, Philipps-Universität Marburg) und Stefan Kerber-Clasen (Fachbereich Sozialökonomie, Universität Hamburg) hatte sich zusammengefunden, um diese Konferenz vorzubereiten. Bereits der interdisziplinär ausgerichtete Call for Papers war auf große Resonanz aus dem In- wie Ausland gestoßen, so dass diese Tagung im Vergleich zum vorangegangenen Format nicht nur Wissenschaftler*innen aus mehreren Fachrichtungen (Soziologie, Politikwissenschaften, Geschichtswissenschaften, Ethnologie, Rechtswissenschaften, Kulturwissenschaften), sondern auch aus mehreren Ländern (Deutschland, Österreich, UK, Frankreich, Kanada, Indien) zusammenbrachte Sie wurde am Campus Regensburger Straße der FAU in der Villa St. Paul mit der Unterstützung des Preisgelds des Renate-Wittern-Sterzel-Preises sowie des IZGDD der FAU, der Rosa Luxemburg Stiftung, der GEW und von ver.di durchgeführt.

Die Tagung war gut besucht und es waren auch einige Vertreter*innen aus der Praxis, insbesondere der Gewerkschaften vor Ort. Nach den Grußworten der Gastgeberin Charlotte Bühl-Gramer (Lehrstuhl Didaktik der Geschichte, FAU) sowie von Annette Keilhauer als Universitätsfrauenbeauftragte der FAU wurde der fachübergreifende Dialog über die geschlechterkritische Analyse von Konflikten in und um Erwerbsarbeit mit Gisela Notz (Berlin), Ingrid Kurz-Scherf (zuletzt Philipps-Universität Marburg) und Heiner Dribbusch vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung von drei Größen ihrer jeweiligen Disziplin eröffnet. Im Anschluss ging es in insgesamt fünf Panels um verschiede Herangehensweisen an das Thema. In Panel 1 und 3 wurden Arbeitskonflikte in ihren verschiedenen Erscheinungsformen betrachtet, als kollektive, individuelle, transnationale Kämpfe oder auch, um überhaupt Zugang zum Arbeitsmarkt zu erhalten. Im zweiten und fünften Panel wurden zunächst verschiedene analytische (Gender-)Perspektiven auf Arbeitskonflikte und Interessenvertretung eröffnet, wobei Dienstleistungs- und Sorgebereich fokussiert wurden. Im Anschluss wurden die Arbeitsbedingungen und –Konflikte in einzelnen Bereichen tiefergreifend untersucht: in der Kranken- und Altenpflege, im Sozial- und Erziehungsdienst, im Rettungswesen, in der Hausarbeit, der Sexarbeit und auch in der Sekretariatsarbeit. Schließlich wurden in Panel 4 historische Konflikte behandelt auch in Hinblick auf die Kluft zwischen gleichstellungspolitischem Anspruch und Wirklichkeit, wie bei gewerkschaftlicher sowie universitärer Gleichstellungsarbeit etwa.

Insgesamt war es eine gelungene Fortsetzung der vorangegangenen Tagung und die Teilnehmer*innen waren dankbar für viele neue interessante Ansätze und Kontakte.

Ein Beitrag von Judith Holland

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Aktuell
news-227 Wed, 01 May 2019 13:35:00 +0200 Aufstand der Sachmittel https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/227-aufstand-der-sachmittel/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8110f9df51062424d37f0bcbd5a4c7fe Rechte und Pflichten studentischer Hilfskräfte Im Wintersemester 2018/19 hat der Regionalverband Hochschule und Forschung der GEW Mittelhessen je eine Veranstaltung unter dem Titel „Aufstand der Sachmittel – Rechte und Pflichten für studentische Hilfskräfte“ an der JLU Gießen und der Philipps-Universität Marburg veranstaltet.

Hierzu konnte Katja Engels von der TV-Stud-Bewegung Berlin als Referentin gewonnen werden. Die TV-Stud-Bewegung selbst konnte in der Vergangenheit die Rechte von studentischen Hilfskräften maßgeblich verbessern und darüber hinaus den Abschluss eines Tarifvertrages erreichen.

Zu Beginn berichtet Katja Engels aus diesem Grund von den Abläufen der Tarifverhandlungen sowie über die Möglichkeiten der Organisierung von studentischen Hilfskräften. Hieran anschließend entwickelte sich eine rege Diskussion unter den anwesenden Hilfskräften. Dabei wurden die bekannten Probleme der nicht selten in Kettenverträgen stattfindenden Befristung von Beschäftigungsverhältnissen diskutiert und allgemeine Unklarheiten in die Bezug auf die Beschäftigung selbst deutlich. Unklarheiten bestehen nach wie vor allem hinsichtlich des Urlaubsanspruchs, einer Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, eines Ausgleichs von Überstunden sowie in Bezug auf eine klare Benennung von Tätigkeiten innerhalb der Beschäftigung selbst. In diesem Zusammenhang wurde ersichtlich, dass studentische Hilfskräfte - die formal als Sachmittel gelten - nicht in den Zuständigkeitsbereich der Personalvertretung der JLU fallen und in der Folge bei arbeitsrechtlichen Verstößen keinerlei Unterstützung dieser erhalten.

Aus diesen Gründen ist das Thema der Arbeitsbedingungen der studentischen Hilfskräfte wichtig und der explizite Aufruf der Hilfskräfte zum Steik im März 2019 sowie die Forderung Hilfskräfte in den Tarifvertrag aufzunehmen waren und sind weiterhin notwendig. Daran wollen wir weiter arbeiten.

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Aktuell
news-228 Wed, 01 May 2019 13:15:06 +0200 Rückblick "über Frieden. denkansätze & handwerkszeug" https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/228-rueckblick-ueber-frieden-denkansaetze-handwerkszeug/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=529e20fdd79b1a34d01f507cc584d8cb Veranstaltungsreihe an der Universität Marburg über Frieden. denkansätze & handwerkszeug lautete der Titel der Workshopreihe, die im Sommersemester 2018 und Wintersemester 2018/2019 in Marburg von der Fachschaft Friedens- und Konfliktforschung und einzelnen Aktiven durchgeführt wurde. Der GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen hat die Veranstaltungsreihe finanziell unterstützt und zudem den Deep Democracy-Workshop Der ganze Eisberg. Konflikte lassen sich nicht nur an der Oberfläche 'lösen' mitorganisiert.
Die sieben Workshops wurden z.T. auch von Vorträgen begleitet, die in Kooperation mit der Ringvorlesung Konflikte in Gegenwart und Zukunft stattfanden, so dass ein breites Publikum erreicht werden konnte. In den Workshops war dann das intensive Arbeiten mit Teilnehmenden möglich, die sich für die verschiedenen Ansätze der Friedensarbeit und Konflikttransformation zusammengefunden haben.
Ganz unterschiedliche Ansätze standen mit Gewaltfreier Kommunikation, Deep Democracy, Betzavta, Zivilem Widerstand, Combattants for Peace, elicitiver Konflikttransformation und Konfliktbearbeitung nach dem Transcend-Ansatz auf dem Programm.
Die Teilnehmenden waren von den Inhalten und Methoden sehr begeistert und können das Wissen und die Fähigkeiten in den verschiedenen gesellschaftlichen Zusammenhängen einbringen, in denen sie aktiv sind - denn Konflikte gibt es überall und das Handlungsspektrum wird durch die hier eingebunden Ansätze enorm erweitert.
Weitere Informationen befinden sich auf Flyern sowie unter:

https://fuk-fachschaft.de/projekte/ueber-frieden/ 

Das Organisationsteam bedankt sich bei der GEW für die intensive und unbürokratische Unterstützung!

 

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Aktuell
news-224 Mon, 16 Apr 2018 09:13:28 +0200 IFO-Tagung an Universität Gießen | Posterpreis https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/224-ifo-tagung-an-universitaet-giessen-posterpreis/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa98b8cb28cdb3371f5de787c8a78a83 Kritik an Umsetzung der Inklusion in Hessen Preis für wissenschaftlichen Nachwuchs Ende Februar 2018 hat an der Justus-Liebig-Universität die 32. Internationale Jahrestagung der Inklusionsforscher_innen stattgefunden. Vom 21. bis zum 24. Februar beteiligten sich mehrere hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland sowie anderen Ländern an zahlreichen Vorträgen, Workshops und Diskussionen. In diesem Rahmen wurde auch die Umsetzung der schulischen Inklusion in Hessen diskutiert, was zum Anlass für eine Resolution mit dem Titel „Die Hessische Landesregierung fährt Inklusion an die Wand“ genommen wurde.

Die Resolution konstatiert, dass „inklusive Bildung als menschenrechtsbasierter Anspruch im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention“ in Hessen aus mehreren Gründen konterkariert wird. So mangele es an einer klaren Konzeption und Steuerung. Es fehle zudem ein stringentes Konzept für die entsprechende Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte. Auch dass Förderschullehrkräfte in Hessen nicht fest an der Regelschule verortet sind, führe zu „Reibungsverlusten in zeitlicher, inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht“. Die Resolution wird von mehreren Verbänden unterstützt: Gemeinsam leben Hessen e.V., Grundschulverband Landesgruppe Hessen, Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule – Verband für Schulen gemeinsamen Lernens e.V., Politik gegen Aussonderung. Koalition für Integration und Inklusion e.V. sowie der GEW Hessen. Die GEW sieht sich durch diese Resolution in ihrer Kritik an der Umsetzung der Inklusion durch die hessische Landesregierung bestätigt.

Ein Bestandteil der Tagung war auch eine Postersession, in deren Rahmen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre wissenschaftliche Arbeit vorstellen konnten. Der von Melanie Knaup (Justus-Liebig-Universität Gießen) eingereichte Beitrag gewann den vom GEW Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen gestifteten Posterpreis, der während der Abschlussveranstaltung verliehen wurde. Sie stellte mit ihrem Poster das Projekt „FIN3 – Fit in Inklusion“ vor, durch welches in drei Schritten den Lehramtsstudierenden konzeptionelle Grundlagen der schulischen Inklusion vermittelt werden sollen. Dabei werden auch fachspezifische Aneignungsprozesse mit inklusivem Unterricht in den Blick genommen. Der GEW Regionalverband gratuliert Melanie Knaup zu dem gewonnenen Preis und möchte mit der Stiftung des Preises die Arbeit aller wissenschaftlichen Beschäftigten des Mittelbaus symbolisch würdigen.

Beitrag (3 MB) von Melanie Knaup, Justus-Liebig-Universität Gießen

 

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news-223 Tue, 20 Mar 2018 11:48:26 +0100 Vergütung von Hilfskräften https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/223-verguetung-von-hilfskraeften/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ee3960cc3fe4343c434bcf377a2b6fa an mittelhessischen Hochschulen

Zwei der größten Niedriglohnarbeitgeber in Mittelhessen finden sich nicht etwa in der wegen prekärer Arbeitsverhältnisse berüchtigten Gastronomie, auch nicht im ebenfalls für Niedriglöhne bekannten Einzelhandel. Nein, es geht um die Universitäten in Gießen und Marburg, die beide jeweils weit über 1.000 studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigen. Studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte sind in Hessen ­– wie auch in den anderen Bundesländern mit der Ausnahme von Berlin – ausdrücklich aus dem Tarifvertrag ausgenommen. Mehrere Versuche der Gewerkschaften dies zu ändern, wurden bislang seitens der Bundesländer und der Hochschulen abgeblockt. Daher werden die Stundensätze der Hilfskräfte nicht im Einklang mit der allgemeinen Tarifentwicklung erhöht, allenfalls dann und wann und meist nur unter vermehrten Druck von Studierendenvertretung, Gewerkschaften und studentischen Beschäftigten sehen sich die Hochschulen mal zu einer Anpassung veranlasst.

Zuletzt haben die mittelhessischen Hochschulen ihre Hilfskraftvergütungen nach mehreren Nullrunden wieder angehoben: Die Justus-Liebig-Universität Gießen zahlt seit dem Wintersemester 2017/2018 studentischen Hilfskräften einen Stundensatz von 9,45 Euro. Für studentische Hilfskräfte mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss, insbesondere dem Bachelor, liegt der Stundensatz bei 11,03 Euro. Wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss, etwa einem Master oder einem Staatsexamen, erhalten 14,70 Euro.

An der Philipps-Universität Marburg sind die Sätze zum Jahresbeginn 2018 erhöht worden und liegen mit 10,00 Euro, 11,50 Euro und 15,30 Euro etwas höher als an der Justus-Liebig-Universität. Neu eingeführt wurde an der Justus-Liebig Universität die Kategorie „fortgeschrittene studentische Hilfskräfte in nicht-gestuften Staatsexamensstudiengängen“, für die 10,50 Euro vorgesehen sind. Für diese Gruppe ist es an der Philipps-Universität Marburg nach dem dort gültigen „Leitfaden für das Beschäftigungsverhältnis als wissenschaftliche oder studentische Hilfskraft“[1] möglich, den für fortgeschrittene Studierende mit erstem Abschluss vorgesehenen erhöhten Stundensatz zu beziehen.

An der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) erhalten studentische Hilfskräfte ebenfalls 10,00 Euro. Wissenschaftliche Hilfskräfte werden hier sogar nach Tarif vergütet. Studentische und auch wissenschaftliche Hilfskräfte gibt es an der THM allerdings in deutlich geringerer Zahl als an den beiden Universitäten.

Vergütung von Hilfskräften an den mittelhessischen Hochschulen in Euro

 

Justus-Liebig-Universität Gießen

Philipps-Universität Marburg

Technische Hochschule Mittelhessen

studentische Hilfskräfte

9,45

10,00

10,00

fortgeschrittene studentische Hilfskräfte in nicht-gestuften Staatsexamensstudiengängen

10,50

-

-

studentische Hilfskräfte mit erstem Abschluss

11,03

11,50

-

wissenschaftliche Hilfskräfte mit Abschluss

14,70

15,30

nach Tarifvertrag-Hessen

 

Aber handelt es sich bei dieser Vergütung wirklich um einen Niedriglohn? Zumal der Gesetzliche Mindestlohn seit dem Jahr 2017 bei 8,84 Euro liegt und damit von allen drei Hochschulen eindeutig eingehalten wird. Die international übliche Definition von Niedriglöhnen legt die Schwelle bei zwei Dritteln des Median-Lohns an – also des Lohns, bei dem die eine Hälfte aller Lohnempfängerinnen und -empfänger mehr verdient, die andere Hälfte weniger. Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) beschäftigt sich regelmäßig unter Auswertung der Daten des Sozioökonomischen Panels (SOEP) mit Niedriglohnarbeit in Deutschland. Die aktuelle Auswertung, welche der jüngste verfügbare Datensatz aus dem Jahr 2015 zu Grunde liegt, ermittelt für dieses Jahr eine Niedriglohnschwelle auf Stundenbasis von 10,22 Euro.[2] Die Lohnentwicklung ist seit diesem Zeitpunkt nicht stehen geblieben, statistisch belastbare Daten liegen aber immer erst im Nachhinein vor. Seit 2013 ist die Niedriglohnschwelle im Jahresdurchschnitt um 32 Cent angestiegen. Daher kann man schätzen, dass sie 2018 ungefähr um 90 Cent höher als 2015 liegen dürfte. Dann läge die Niedriglohnschwelle 2018 bei ca. 11,10 Euro.

Damit bewegt sich die Vergütung der studentischen Hilfskräfte an allen drei mittelhessischen Hochschulen im Niedriglohnbereich. Auch hinsichtlich der Vergütung von fortgeschrittenen studentischen Hilfskräften an der Justus-Liebig-Universität, sowohl bei solchen in nicht-gestuften Studiengängen als auch bei Hilfskräften mit erstem Abschluss, wird nicht mehr als ein Niedriglohn gezahlt. Die Vergütungssätze für wissenschaftliche Hilfskräfte liegen zwar oberhalb der Niedriglohnschwelle, hier ist allerdings der Skandal, dass diese – mit der Ausnahme der THM – deutlich schlechter vergütet werden als die nach Tarifvertrag bezahlten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zumeist ebenso qualifiziert sind und auch vergleichbare Tätigkeiten ausüben.

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news-222 Tue, 21 Nov 2017 10:42:46 +0100 Sea-Watch auf dem Mittelmeer https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/222-sea-watch-auf-dem-mittelmeer/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad063d603790fa3d4fa23daa005aa89e Sandra Hammamy berichtet über die Arbeit Am 15. November 2017 hat der GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen gemeinsam mit dem Kreisverband Gießen eine Informationsveranstaltung mit dem Titel „Seenotrettung im Mittelmeer: Eine Gießener Aktivistin berichtet“ angeboten. Die Veranstaltung stieß auf großes Interesse. Sandra Hammamy, Studienkoordinatorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, engagiert sich im Verein Sea-Watch für die Rettung von flüchtenden Menschen aus Seenot. Die GEW überreichte im Anschluss an die Veranstaltung eine Spende an Sea-Watch in Höhe von 300 Euro.

Sea-Watch finanziert sich ausschließlich aus Spenden https://sea-watch.org 

Im Vorfeld der Veranstaltung sprachen Janina Grunwald und Carmen Ludwig vom GEW-Regionalverband Hochschule und Forschung Mittelhessen mit Sandra Hammamy. Das Interview ist in der HLZ , der Mitgliederzeitschrift der GEW Hessen, erschienen (Heft 11/2017, S. 29).

Du bist Rettungsschwimmerin und seit 2015 ehrenamtlich bei Sea-Watch aktiv. Warum machst du das?

Ich bin Europäerin und möchte in einem Europa leben, in dem Menschen, die vor Krieg, Folter und Terror fliehen, Zuflucht finden und nicht an den Außengrenzen Europas ertrinken müssen, um ihr Recht auf Asyl in Anspruch zu nehmen.

Gerade kommst du aus Malta zurück. Wo wart ihr im Einsatz und wie ist die Situation vor Ort?

Malta ist unser Heimathafen. Dort liegen unsere Schiffe, von dort startet unser Flugzeug. Wir fahren von Malta für jeweils zwei Wochen in das Suchgebiet, 12 bis 24 Seemeilen vor der libyschen Küste, wo wir auf die Schlauchboote treffen, die teilweise tagelang auf dem Meer treiben.

Ihr rettet Leben, wo Staaten und Politik versagen. Nun wird von politischer Seite zunehmend versucht, eure Arbeit auf dem Mittelmeer zu erschweren oder zu kriminalisieren. Alle Hilfsorganisationen sollen einen Kodex unterschreiben ...

Wir haben den Kodex bislang nicht unterschrieben, weil er in vielen Punkten gegen internationales Recht verstößt. Er würde uns verpflichten, bewaffnete Polizisten an Bord zu nehmen, was mit den Grundsätzen unserer humanitären Arbeit nicht zu vereinbaren ist. Gerettete dürften auch nicht mehr von kleineren an größere Schiffe übergeben werden, die nach Italien fahren.

Ein weiteres Problem ist die einseitige Ausweitung der libyschen Hoheitsgewässer Mehrere Hilfsorganisationen mussten ihre Arbeit einschränken. Wie geht ihr damit um?

Die libysche Küstenwache hat ihre Hoheitsgewässer willkürlich und gegen internationales Seerecht von zwölf auf 75 Meilen erweitert und droht, alle Schiffe von Nichtregierungsorganisationen anzugreifen und nach Libyen zu entführen. Dazu setzt die von der EU ausgestattete, finanzierte und ausgebildete libysche Küstenwache auch Schusswaffen ein. Wir wurden mehrmals geentert und beschossen, zuletzt vor vier Tagen. Wir beobachten die Lage sehr genau und wä- gen nach jedem Einsatz ab, wie lange wir noch verantworten können, rauszufahren.

Wie wirkt sich der EU-Türkei-Deal auf eure Arbeit und die Situation der Geflüchteten aus?

Der Türkei-Deal betrifft die Ägäis-Route und damit vor allem Menschen aus Syrien, die über die Türkei auf die griechischen Inseln fliehen. Wir waren von Oktober 2015 bis April 2016 auf Lesbos im Einsatz. Zuerst kamen bis zu 80 Boote täglich dort an. Seit dem Deal schaffen es nur noch vereinzelte Boote, an der türkischen Küstenwache vorbeizukommen. Die Pushbacks, mit denen die türkische Küstenwache Boote aus griechischen Gewässern gewaltsam in die Türkei zurückbringt, sind illegal, werden aber immer wieder dokumentiert.

Im Jahr 2016 gab es mehr als 4.600 Tote und Vermisste auf dem Mittelmeer. Was wäre notwendig, damit das Sterben aufhört?

Das häufig beklagte Schlepperbusiness und das Sterben auf dem Meer könnten sofort beendet werden, wenn es sichere Fluchtwege gäbe.

Wir wollen mit dir zusammen mehrere Veranstaltungen durchführen, um über die Lage der Geflüchteten und die Bedeutung der zivilen Seenotrettung zu berichten. Du arbeitest an der Universität Gießen und unterrichtest Lehramtsstudierende. Warum ist das ein wichtiges Thema für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler?

Lehrkräften kommt eine besondere Aufgabe zu, Jugendliche zu mündigen und toleranten Demokratinnen und Demokraten zu erziehen, die auf der Grundlage von Faktenwissen ihre eigene Meinung vertreten, anstatt populistischen Parolen zu folgen.

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news-218 Fri, 08 Apr 2016 11:46:00 +0200 GEW im Senat? https://www.gew-rv-mittelhessen.de/home/details/218-gew-im-senat/?tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9c32ffd18296dd7a02818e363b9ea7a8 Was machen die GEW-Vertreter*innen  

Der Senat ist das zentrale Gremium der akademischen Selbstverwaltung und ihm gehören Vertreter*innen aller Statusgruppen – wenn auch in unterschiedlicher Zahl – an. Stimmberechtigt im Senat sind neun Vertreter*innen der Professorinnen und Professoren, drei Studierende, drei wissenschaftliche Mitglieder und zwei administrativ-technische Mitglieder. Daneben gehören dem Senat noch verschiedene beratende Mitglieder, wie das Präsidium, die Frauenbeauftragte oder die Vertreter*innen des AStA, an. Die wichtigsten Zuständigkeiten sind im Hessischen Hochschulgesetz geregelt. Dazu gehören die Wahl der Präsidiumsmitglieder sowie die Beschlussfassung über die Grundordnung und andere Satzungen, die Forschung, Lehre und Studium betreffen. Der Senat nimmt Stellung zum Budgetplan, zur internen Gliederung und entscheidet über die Schwerpunkte der Hochschule in Forschung und Lehre mit. Bei vielen dieser Aufgaben hat der Senat gemäß des Hessischen Hochschulgesetzes nur das Recht zur Stellungnahme oder zur Mitwirkung – wichtig ist daher auch, wie an der jeweiligen Hochschule die genaue Mitwirkung des Senats ausgestaltet und gelebt wird. An der Philipps-Universität ist die Arbeit des Senats durch die Grundordnung näher geregelt. Diese sieht z.B. die Einrichtung eines Ältestenrates vor, der es den unterschiedlichen Statusgruppen ermöglicht, leichter Themen auf die Agenda des Senats zu setzen.

Der Senat ist für alle Statusgruppen ein zentrales Gremium, da hier die Mitwirkung an den zentralen organisatorischen, strukturellen und strategischen Entwicklungen der Hochschule ermöglicht wird. Für die wissenschaftlichen Mitglieder im Senat tritt die gemeinsame gewerkschaftliche Liste von GEW und ver.di zu den Senatswahlen an und nimmt regelmäßig mehrere Sitze in Senat & Kommissionen wahr. In der Senatsliste engagieren sich befristet und unbefristet Beschäftigte, bei regelmäßigen Listentreffen werden die aktuellen Themen der Senatsarbeit diskutiert und vorbereitet. Informationen zur Arbeit der Senatsliste sind zu finden unter 

www.uni-marburg.de/personal-listen/gew-verdi  

Trotz der Einschränkung in den Befugnissen des Senats und der Mehrheitsverhältnisse können wichtige Anstöße gegeben werden und Verbesserungen für die Situation von Studierenden und Beschäftigten erzielt werden. Wichtige Beispiele aus der Arbeit der letzten Jahre sind der Leitfaden für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, der Ende 2014 im Senat verabschiedet wurde oder die Befristungsleitlinie von 2016, die trotz einiger kritischer Punkte echte Verbesserungen für die Beschäftigten der Philipps-Universität bedeutet. Gerade das erste Beispiel verdeutlicht aber auch, dass die Gremienarbeit im Senat allein selten ausreicht, um positive Veränderungen in der Hochschule zu bewirken. Der Leitfaden wurde erst durch die lange und intensive Arbeit sowie den öffentlichen Druck der Marburger Hilfskraftinitiative ermöglicht. Gewerkschaftliche Interessenvertretung an der Hochschule ist dementsprechend deutlich mehr als reine Gremienarbeit und funktioniert am besten in solidarischer Zusammenarbeit der unterschiedlichen Statusgruppen.

Neben den bekannten Arbeitsfeldern, die auch in einer breiteren universitären Öffentlichkeit diskutiert werden, findet ein großer Teil der Arbeit des Senats und seiner verschiedenen Kommissionen und Ausschüsse eher im Verborgenen statt. Aber gerade hier investieren die Vertreter*innen der Statusgruppen einen erheblichen und auch sehr wichtigen Teil ihrer Arbeit. So werden beispielsweise alle Änderungen an Studien- und Prüfungsordnungen und den vielen anderen Satzungen und Ordnungen in diesen Gremien behandelt. Dabei steckt der Teufel sprichwörtlich im Detail und durch kluge Änderungsanträge konnten hier schon so einige Verbesserungen für das Studium, die Förderung von Wissenschaftler*innen in Qualifizierung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten erzielt werden.

Die Senatsliste in Marburg trifft regelmäßig vor der Senatssitzung an unterschiedlichen Orten. Interessierte und Sympathisanten sind uns stets sehr willkommen! Ort und Zeit könnt ihr nachfragen bei

 stefan.schulte@uni-marburg.de

 

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